Am 4.Juli des Jahres 1954 war es
so weit, als sich eine Schar Jugendlicher im Nebenzimmer
des Gasthaus "Löwen" um Franz Dauner versammelte, um mit Ihm als erstem Vorsitzenden den
Gebirgstrachtenverein "Die G´mütlichen Eyachtaler" aus der Taufe zu heben. Bei dieser
Gründungsversammlung ließen sich auf Anhieb 36 Mitglieder in das Vereinsbuch eintragen.
Die Pflege heimatlicher Sitten und Bräuche wurde zur Hauptaufgabe gemacht. Dieses Beginnen
war besonders begrüßenswert, da sich auf diese Weise ein großer Teil der Felldorfer Jugend
in der Gemeinschaft zusammenfand. Mit Feuereifer waren die Burschen und Dirndel bei der Sache.
Man scheute nicht Zeit noch materielle Opfer, wenn es die Belange des Vereins erforderten.
Die kostspieligen Trachten mußten von den Mitgliedern z.B. anfangs selbst
beschafft werden. Am Kirchweihsonntag des Gründungsjahres konnte der Verein dann zum
ersten Mal mit einem Bayrischen Abend an die Öffentlichkeit treten. Nahezu 250 Personen hatten
sich damals im Vereinslokal zum Löwen eingefunden. In den Erwartungen, mit denen alle
gekommen waren, wurde niemand enttäuscht. Im heimatlichen Dorf war damit der Start in die
Öffentlichkeit geglückt. Die Beliebtheit des Vereins spiegelte sich in der Mitgliederzahl wieder, die
von Versammlung zu Versammlung größer wurde. Der Anklang übertrug sich auch auf die
Gemeinden der näheren Umgebung. Mehr und mehr war die Plattlergruppe gerngesehener
Gast bei nachbarlichen Festveranstaltungen. Ein besonderes inniges Verhältnis bahnte
sich mit der Bauernkapelle Trillfingen an.Durch den Beitritt zum Trachtengau Schwarzwald
im Jahre 1958 bekam der Verein auch Verbindung zu anderen Trachtengruppen. Die
Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen des Gaues wurde von da an zur Selbstverständlichkeit.
Anerkennung erfuhr der Verein dafür, als ihm bei seinem Gründungsfest am 25. und 26. Juni
1960 bereits 14 andere Trachtengruppen mit ihren Besuchen die Ehre gaben. Das nur
drei Jahre später, am 29. und 30. Juni abgehaltene Trachtentreffen, das mit einer
Fahnenweihe verbunden war, sollte noch zu einem größeren Erfolg werden. Gruppen aus
dem ganzen südwest-deutschen Raum gaben sich hierbei in Felldorf ein Stelldichein.
Mit vielen Trachtenträgern waren es vor allem die Original-Kern-Buam, die damals
nahezu 5000 Festbesucher nach Felldorf lockten
